Monogamie

Monogamie ist eine Form der (Paar-)Beziehung, bei der ein Mensch im Laufe seines Lebens nur ein und denselben Partner hat. Ein anderes Wort für Monogamie ist Einehe. Es gibt zudem die sogenannte serielle Monogamie, wobei im Laufe des Lebens mehrere Partnerschaften eingegangen werden, die für sich aber jeweils monogam verlaufen. Es bedeutet, dass man dem jeweiligen Partner also treu ist und keine anderen Beziehungen hat, während man sich in dieser Partnerschaft befindet. Da Scheidungen und Wiederverheiratung in den Gesetzen der modernen westlichen Welt sehr leicht durchführbar sind, hat zu einer Zunahme dieser seriellen Monogamie geführt. Die serielle Monogamie kann deshalb heute als die gesellschaftliche Norm in der westlichen Welt bezeichnet werden. Dies ist aber eine relativ neue Entwicklung, denn in einigen Ländern (z. B. Malta oder Irland) war Scheidung bis vor einigen Jahren nicht möglich. Jahrhundertelang prägte vor allem das römische Eherecht mit seinem Ideal der Monogamie die Kulturgeschichte Europas. In Deutschland schreiben sowohl das Ehegesetz der katholischen Kirche als auch das Bürgerliche Gesetzbuch die Einehe immer noch gesetzlich vor. Vielehe und Bigamie sind weiterhin strafbar. Vergleichbare Gesetze gibt es heute in vielen Ländern der Welt. Das war jedoch nicht immer so. Es gibt Theorien, die davon ausgehen, dass Monogamie bei Menschen eine sozial erworbene Lebensform ist, die in prähistorischen Zeiten noch nicht bekannt war.

Die Frage nach dem Ursprung der Monogamie beim Menschen wollen Evolutionsforscher, Verhaltensforscher und Soziologen seit Jahrhunderten beantworten. Ein Hauptargument dabei ist die komplizierte Aufzucht des menschlichen Nachwuchses. Es gibt kein Tier, das einen vergleichbaren Aufwand bei der Aufzucht der Jungen aufbringt. Ein Grund dafür ist das große Gehirn des Menschen, dessen Wachstum sehr viele Nährstoffe erfordert. Andersherum war die außergewöhnliche Ausbildung des menschlichen Gehirns wohl nur durch das monogame Verhalten unserer Vorfahren möglich. Eine feste Paarbindung zwischen Vater und Mutter gewährleistet nämlich die dauerhafte Versorgung der Kinder über Jahre hinweg. Fest steht mittlerweile, dass Monogamie bei Tieren und beim Menschen über Gene gesteuert wird und demnach kein rein kulturelles oder soziales Konstrukt ist. Der Begriff Monogamie wird in der Biologie auf das Paarungsverhalten einiger Tiere angewandt und beschreibt dabei ein Paarungssystem. Monogamie kommt bei Säugetieren fast nie vor. Tatsächlich leben mehr als 95 Prozent der Säugetiere nicht monogam. Bei Vögeln ist diese Beziehungsform dagegen weitverbreitet. Deswegen denken Biologen, dass die Monogamie in der Evolution mehrmals unabhängig voneinander erfunden wurde.

Im Gegensatz zur Monogamie stehen verschiedene Formen von Nicht-Monogamie, etwa die Promiskuität und Polygamie (Vielehe). Promiskuität bedeutet, dass sowohl die Männchen als auch die Weibchen einer Art keine festen Partner haben. Es gibt außerdem zwei Formen der Polygamie. Bei der Polygynie ist zum Beispiel nur der männliche Partner polygam, während die Partnerin monogam, also mit nur einem Partner lebt. Dies ist zum Beispiel bei der Vielehe im Islam so, wo ein Mann mehrere Ehefrauen haben kann, während die Frauen keine anderen Männer haben dürfen. Auch im Tierreich ist diese Haremsbildung zu beobachten, zum Beispiel bei Löwen. Bei der Polyandrie ist es genau andersherum. Das bedeutet, dass ein Weibchen von mehreren Männchen begattet wird. Es ist wichtig festzuhalten, dass auch in menschlichen Gesellschaften, in denen Polygynie erlaubt ist, trotzdem Monogamie vorherrscht.

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